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Freitag, 23. August 2019

"No sweat no stress" - Trockene Achseln dank miraDry [Kooperation]


Als Vollzeit berufstätige Mutter mit Nebenjobs (ja, mehrere!) und Hobbys bin ich vielen Belastungen teilweise gleichzeitig ausgesetzt. Da gerät man nicht selten ins Schwitzen, sowohl im sprichwörtlichen als auch im eigentlichen Sinn. Achselschweißflecken sind normal und sollten kein Tabuthema sein, aber schön sind sie trotzdem nicht. Ich muss zugeben, dass ich bei meiner Kleiderwahl tatsächlich immer ein wenig danach gegangen bin, ob ich schwitzen und ob man dunkle Flecken unter den Armen sehen könnte. Wenn ich mal nicht dran gedacht habe und hinterher auf Fotos gesehen habe, dass ich Schweißflecken hatte, war mir das sehr unangenehm. Meine bevorzugten Farben waren daher bisher immer eher Schwarz oder Weiß, auch wenn ich gerne andere Farben getragen hätte.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man dem Achselschweiß den Kampf ansagen kann. Von kurzfristigen Mitteln wie Antitranspirantien über länger anhaltende Methoden, wie das Stilllegen für einige Monate durch Botox bis hin zu dauerhaften Resultaten, wie dem Absaugen der Drüsen. Relativ neu ist das Zerstören der Schweißdrüsen mit Hilfe von Mikrowellen. Und das ist besonders interessant für Menschen, die unter Hyperhidrose, der übersteigerten Schweißbildung, leiden.

Und um letztere Methode geht es heute. Denn ich durfte die miraDry Behandlung testen, die mir beim letzten beautypress Blogger Event im Mai vorgestellt wurde, um euch zu zeigen und zu berichten, welche Erfahrungen ich damit währenddessen und danach gemacht habe.

miraDry - no sweat no stress!

Am 19. Juli war ich in der Park-Klinik in Birkenwerder.


Vor der Behandlung gibt es ein Beratungsgespräch. Man wird dort nicht nur über den Ablauf der miraDry-Behandlung und die möglichen Risiken umfassend informiert und aufgeklärt, sondern auch über mögliche Alternativen. Frau Mariana Halbach hat mich behandelt. Frau Halbach hat nicht nur umfassende Erfahrungen in der miraDry-Behandlung, sondern diese bei sich selbst zu Testzwecken durchführen lassen. Deshalb weiß sie, wie es sich für ihre Patienten anfühlt und kann so besser auf diese eingehen und sie informieren kann.


Was passiert bei der miraDry-Behandlung?

Grob zusammengefasst: Bei der miraDry-Behandlung werden die Schweißdrüsen durch das Gerät angesaugt, mit Hilfe von Mikrowellen auf 60-70°C erhitzt und das umliegende Areal gleichzeitig gekühlt, um die Haut zu schützen. Das alles geschieht non-invasiv, unter lokaler Anästhesie und ambulant. Insgesamt dauert es etwa 60 min, inklusive der Vorbereitung und der Betäubung.

Nach der Beratung ging es in den Behandlungsraum. 4-6 Tage vor der Behandlung sollte ich mir das letzte Mal die Achselhöhlen rasieren. Die bis dahin nachgewachsenen Stoppeln dienen als Orientierung, um das zu behandelnde Areal einzugrenzen. Am Tag der Behandlung durfte ich keinerlei Produkte in den Achselhöhlen benutzen. Frau Halbach hat mit einer Schablone und Transferpapier Punkte auf die Achselhöhlen übertragen, die genau aufzeigen, wo sie das Gerät ansetzen muss. Dann wird die Betäubung zusammen mit Kochsalzlösung und Adrenalin gespritzt. Durch das Adrenalin wird besser sichtbar, wo überall die Betäubung hingelangt ist. Die Kochsalzlösung lässt die Achseln stark anschwellen. Dadurch können sie besser vom Kopfstück des miraDry-Gerätes erfasst werden.


Danach wurde erst die eine Achselhöhle behandelt, danach die andere. Gespürt habe ich so gut wie gar nichts. In den äußeren Bereichen der Achseln kam es an der einen oder anderen Stelle manchmal dazu, dass ich die Hitze gespürt habe. Frau Halbach hat dann etwas Anästhesie nachgespritzt, wenn nötig.


Wenn man mag, kann man sich Kopfhörer und Musik oder Hörbuch mitbringen, um die Zeit zu überbrücken. Oder man unterhält sich nett, so wie ich das gemacht habe.

Wie erging es mir danach?

Ich bekam Kühlpacks unter die Achseln gebunden und Ibuprofen 600 mit heim, die ich vor dem Schlafengehen und dann nach Bedarf nehmen sollte. Mir hat aber die eine Tablette vorm Schlafengehen gereicht. Ich kam ansonsten ohne Schmerzmittel aus. Es fühlte sich am ersten Tag nach der Behandlung zwar noch unangenehm an, tat aber nicht weh. Ich konnte lediglich im ersten Moment nach dem Aufstehen ein Weilchen die Arme wegen der Schwellung nicht komplett anlegen. Das ging aber schnell wieder besser.

Bei der Beschreibung der folgenden "Nachwehen" bitte ich zu bedenken, dass diese bei jedem anders ausfallen und ICH eine sehr, sehr empfindliche Person mit sehr schwachem Bindegewebe und sehr langsamer Wundheilung bin! Die Heilung ist bei anderen Menschen und laut Berichterstattungen zum Teil DEUTLICH schneller erfolgt.

Ich hatte starke Blutergüsse durch die Betäubungsspritzen, die aber innerhalb einer Woche komplett verschwunden waren. In der Zeit habe ich meine Achseln bedeckt gehalten. Außerdem kann es passieren, dass auch die Kochsalzlösung ein wenig wandert. In der Regel baut sie sich innerhalb 4-5 Tage ab, bei mir hat es leider ein vielfaches länger gedauert, vermutlich wegen des schwachen Bindegewebes und der Hochsommer-Temperaturen. Die Flüssigkeitsansammlungen hatte ich zum einen unter den Achseln und zum anderen auf den Innenseiten der Arme und oberhalb der Armbeugen "sitzen".


Ein vorübergehendes Taubheitsgefühl verschwindet in der Regel innerhalb der ersten zwei Wochen, bei mir ist es nach einem Monat rechts nahezu komplett weg, links aber noch etwas vorhanden. Knötchen und Knubbel unter der Haut sind in den ersten Wochen ebenfalls normal. Auch hier ist meine rechte Achselhöhle schneller "fertig" mit der Heilung. Links habe ich noch kleine Schwellungen und Knötchen.

Nun kommen wir aber zur eigentlichen Wirkung: Der Schweißreduktion.

Was habe ich beobachtet? Ich schwitze unter den Achseln tatsächlich so gut wie gar nicht mehr! Vielleicht auch gar nicht, aber das kann ich nicht 100%ig lokalisieren. Denn wenn ich Krafttraining im Fitness-Studio mache, zum Bus renne oder in sonstigen Situationen, in denen ich in Schweiß ausbreche, nachfühle, ist es dort fast immer komplett trocken oder maximal ganz leicht feucht. Wobei die Feuchtigkeit auch von den umliegenden Gebieten hergewandert sein könnte, also quasi vom Rücken runter gelaufen. Was ich aber auf jeden Fall sofort nach der Behandlung bemerkt habe: Ich rieche nicht mehr unter den Achseln. Also wirklich überhaupt gar nicht, den ganzen Tag! Ich durfte ja in den ersten Tagen danach kein Deo benutzen, lediglich morgens und abends waschen und trotz der Hitze, die zu der Zeit herrschte, habe ich überhaupt nicht gerochen, trotz der fehlenden Beduftung.

Aber: Da die Achseln nun komplett trocken sind, fehlt das "Schmiermittel" bei der Bewegung der Arme. Es ziept also manchmal in den Achseln, halt, weil es so trocken ist. Ich habe mir deshalb angewöhnt, meine Achseln täglich ein bisschen einzucremen, einfach damit es sich angenehmer in der Bewegung anfühlt. Dennoch: Es könnte sein, dass nach einiger Zeit ein gewisses "Restschwitzen" wiederkommt. Deshalb schreibt miraDry, dass laut Studien die Behandlung zu einer durchschnittlichen Schweißreduktion von 82% führt. Bei mir ist es nach einem Monat noch nicht der Fall.

Bin ich zufrieden?



Ja, auf jeden Fall, auch wenn bei mir links die Heilung noch nicht ganz abgeschlossen ist! Ich fühle mich freier! Nicht nur wegen des fehlenden Schweißes sondern auch wegen des fehlenden Geruchs! Bei manchen Menschen wurde wohl sogar beobachtet, dass auch der Haarwuchs reduziert wurde. Aber das kann ich bei mir eher nur minimal als kleinen Nebeneffekt feststellen.

Warum miraDry?

Vorab: Der größte Vorteil gegenüber der Botox-Methode ist der, dass man nicht an anderen Stellen stärker schwitzt, denn die zerstörten Schweißdrüsen senden keine Signale mehr ans Hirn, um Schweiß zu produzieren, was bei der Lahmlegung durch Botox jedoch der Fall ist. Welchen Vorteil es gegenüber eines Antitranspirants hat muss ich glaube ich nicht erwähnen und gegenüber der Absaugung hat es einfach den Vorteil, dass es non-invasiv, also keine OP ist.

Könntet ihr euch diese Behandlung vorstellen? Ist euch Schweiß egal oder ist es euch, wie mir, eher unangenehm?



Vielen Dank an miraDry, die Park-Klinik BirkenwerderFrau Halbach und natürlich auch ART.media für die Kooperation.

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