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Freitag, 30. September 2022

Einfacher, beeriger Herbst-Look mit Clinique Make-up

In den letzten Wochen habe ich fast nie Make-up getragen, wie ihr euch sicher denken könnt. Zum einen hatte ich einfach kein Interesse daran und zum anderen war es eh "für die Katz", wenn ich mich geschminkt habe. Allerdings habe ich zumindest versucht, mein Gesicht weiterhin zu pflegen.

Dennoch muss das Leben ja weitergehen, ich habe weiterhin Kund:innen-Termine und mein Fokus in Sachen Make-up hat sich verändert. Mir ist wichtig, dass es schnell und unkompliziert geht und dennoch ein frisches Gesicht zaubert, wenn ich Video-Calls und persönliche Termine habe und in den letzten Jahren schon war mir die Qualität immer wichtiger als die Quantität.

Clinique war schon immer stark bei Make-up-Produkten und begleitet mich schon viele Jahre. Daher zeige ich euch mit meinen Produkten, von denen ich die meisten über Haibu.de bestellt habe, wie ich mit den oben gezeigten Produkten ein frisches Herbst-Make-up mit beerigen Tönen, die ich im Herbst immer besonders liebe und zelebriere, zaubere. Und für dieses Make-up habe ich schon oft Komplimente bekommen.

Allem Voran geht natürlich eine gute Pflege. Ich bin großer Fan der Moisture Surge Gelcreme, aber ich habe gerade entdeckt, dass es auch eine Superdefense-Pflege mit SPF 40 gibt und die will ich auch unbedingt noch ausprobieren.

Gut vorbereitet geht es nun an die "Farbtöpfe" bzw. diesen Produkten:

  • Even Better Makeup SPF 15 in der Farbe CN28 Ivory
  • All About Eyes Concealer 01 Light Neutral
  • Stay-Matte Universal Blotting Powder
  • Chubby Stick Sculpting Contour 01 Curvy Contour
  • Chubby Stick Sculpting Highlight 01 Hefty Highlight
  • Cheek Pop 03 Berry Pop
  • High Impact Mascara 01 Black
  • Chubby Stick Intense Moisturizing Lip Colour Balm 08 Grandest Grape


Erst habe ich das Even Better Makeup und den All About Eyes Concealer aufgetragen, dann mit dem Curvy Contour die Konturen "angezeichnet" und mit einem Kabuki-Pinsel verblendet, sowie Nasenrücken, Oberlippe und Wangen-Schläfen-Bereich mit dem Hefty Highlight betont.

Danach erst habe ich mit dem Blotting Powder das komplette Gesicht abgepudert und gesettet und dann mit dem Berry Pop die Wangen betont.

Die Wimpern habe ich erst mit der Wimpernzange gebogen und dann zweimal mit der High Impact Mascara getuscht, oben und unten.

Für Augenbrauen und Lidschatten habe ich MAC-Produkte verwendet und auf die Lippen kam dann der unglaublich schöne Chubby Stick Intense in der Farbe Grandest Grape. Ich weiß noch, wie damals, als er erstmalig gelauncht wurde, gehyped wurde. Auch ich hatte ihn damals. Aber cremige Produkte halten ja nun auch nicht ewig, daher musste ein neuer her. Ich liebe diese beerigen Töne im Herbst so sehr und diesen Balm kann man sowohl kräftig als auch dezent auftragen, wenn man ihn nur leicht auftupft, anstatt vollflächig auszumalen. Das Tolle ist: Er trägt sich gleichmäßig ab und hinterlässt noch lange einen Stain, also getönte Lippen, als hätte man Traubensaft getrunken.

Oben links: Foundation und Concealer | Oben rechts: Kontur- und Highlighterstift | Unten links: verblendet und abgepudert | Unten rechts: Fertiger Look

Am Ende des Tages kommt übrigens am liebsten alles mit dem Take The Day Off Cleansing Balm runter. Das ist wie Wellness und Abschminken in einem. Lieben wir!

Wie sieht euer liebstes Herbst-Make-up aus? Mögt ihr Clinique oder welche ist eure liebste Make-up-Marke?

Dienstag, 27. September 2022

[Trauer] 1 Monat ohne dich & Beisetzung am 10.09.2022

Nun bist du schon 1 Monat nicht mehr bei uns. Ich kann es noch immer nicht glauben, nicht begreifen... Es ist noch immer surreal und tut weh, wenn mir wieder einfällt, dass du nicht mehr da bist!




Wie im letzten Post erzählt, sind wir am Sonntag, also einen Tag nach Mamas Tod wieder zurück nach Berlin gefahren. Am Dienstagabend kam dann mein mittlerer Bruder zu uns zu Besuch, um sich alles von mir nochmal genau erzählen zu lassen.

Schon am Samstag darauf sind wir wieder nach Niedersachsen aufgebrochen, um mit der Trauerrednerin und dem Trauerfloristen zu sprechen. Der Termin für die Beisetzung wurde zwischenzeitlich auf unseren Wunsch auf den 10.09. terminiert, also 14 Tage nach Versterben und wieder ein Samstag. Die Musik, wir durften 3 Lieder für die Trauerfeier aussuchen, stand schon am Tag nach ihrem Tod fest. 

Die Trauerrednerin, mit der wir an dem Samstag den Termin hatten, hat im Gespräch gar keine Trauer aufkommen lassen. Ich dachte, wir würden nur weinen, wenn wir über unsere Mama sprechen, aber Gabi Leichtweis hat das Gespräch so professionell, einfühlsam aber auch humorvoll geführt, dass niemand von uns auch nur eine Träne vergießen musste. Das war wirklich sehr, sehr angenehm!

Beim Termin mit dem Trauerfloristen Judel kamen uns an genau einem Punkt die Tränen: In dem Moment, in dem wir DEN Spruch für das Trauerband an unserem gewünschten Herz-Gesteck auf seiner Beispielliste entdeckten. Wir haben ihn einfach sofort gefühlt.

Und dann sind wir am Sonntag wieder zurück nach Berlin gefahren... um am Tag vor der Beerdigung wieder anzureisen. An dem Freitag sind fast alle angereist, die einen weiteren Weg hatten. Den weitesten Weg hatte mein Vater, der aus England mit dem Auto nach Österreich fuhr, wo er meine Tante einsammelte, um dann zusammen zur Beisetzung zu kommen. Aber auch mein Ex-Stiefvater kam wieder aus Belgien angefahren. Wir haben alles für die Feier nach der Trauerfeier auf dem Hof meines Bruders vorbereitet.

Und dann kam der zweithärteste Tag meines Lebens... 

Der Tag der Beisetzung - 10.09.2022


Die Trauerfeier war traurig und schön zugleich. Die Rede von Gabi Leichtweis war eine perfekte Mischung aus der Erzählung des Lebens meiner Mama mit allen Stationen, mit allen Höhen und Tiefen, aber auch witzigen Anekdoten und den 3 Songs, die zwischendurch eingespielt wurden... "Diamonds & Pearls" von Prince, "Sag mir quando" von Caterina Valente (denn das hat sie immer und überall gesungen, sei es bei den Patienten in ihrer Zeit als Krankenschwester oder zu Hause) und zum Schluss "Kribbeln im Bauch" von Pe Werner.

Es kamen so viele Menschen, um unserer Mama die letzte Ehre zu erweisen. Es war so berührend! Sogar 2 ehemalige Arbeitskolleginnen aus Berlin kamen extra angereist. Viele konnten nur in Gedanken dabei sein, aber auch das hat man gespürt. Die Liebe für unsere Mama war überall spürbar und überwältigend.

Mein ältester Bruder durfte dann seinem Wunsch entsprechend die Urne bis zur Grabstelle tragen, wir, seine Geschwister an seiner Seite... Das zuvor tagelang angekündigte Regenwetter und Gewitter... keine Spur! Die Sonne schien warm und hell! Es war perfekt! Die gesamte Beisetzung war perfekt!

Werbung passt hier gar nicht rein, aber wir sind so froh, mit Uwe Fitschen und seinem Bestattungsteam die beste Wahl für unsere Mama und uns getroffen zu haben!

Während des Trauerkaffees im Anschluss, regnete es. Und gleichzeitig schien die Sonne. Auf dem Weg zum Hof meines kleinen Bruders nach dem Trauerkaffee hörte der Regen auf und es waren mehrere Regenbögen zu sehen! Es war einfach magisch!




Und dann hatten wir die große Familienfeier, die meine Mama sich gewünscht hatte... 

Wir haben zusammen gelacht, geweint, Musik gehört, in Erinnerungen geschwelgt... und die Kinder durften Grüße auf Karten schreiben und mit mit Helium gefüllte Ballons in den Himmel schicken.


Wir hätten uns keinen angemesseneren und schöneren Trauertag wünschen können. Es war perfekt! Genau SO hätte unsere Mama es gewollt und geliebt und ich hoffe, sie hat es gesehen und sich gefreut!

Übrigens... ich weiß nicht, wie viele von euch an so etwas glauben, aber viele von uns hatten schon am Tag nach ihrem Tod, also in der Nacht von Sonntag zu Montag, "Begegnungen" mit und Zeichen von meiner Mama bekommen. 

Am 21.10. wäre meine Mama 69 Jahre alt geworden. Wir sind gerade an der Planung, an dem Tag eine kleine Geburtstagsfeier zusammen zu machen.

Vielleicht richte ich in einem nächsten Post ein paar Worte an meine Mama... oder erzähle, wie es mir seitdem ergangen ist.


Dienstag, 20. September 2022

[Trauer] 27.08.2022 - Teil 2 - Der Tag, an dem ich meine Mutter verlor

Heute ist es genau 4 Wochen her, seitdem ich das letzte Mal mit meiner Mama direkt Kontakt hatte. Sie hatte mir bei WhatsApp erzählt, dass sie am nächsten Morgen von dem einen Krankenhaus in diese Spezialklinik kommt und sie schien sich darauf zu freuen.

Ich wünschte, ich hätte in den Tagen und Wochen vor ihrem Tod noch so viel gesagt. Ich werde versuchen, es auf meine Weise nachzuholen. Ich weiß nur noch nicht, wie, auf welche Weise. Und wo.

Aber erst einmal erzähle ich weiter vom schlimmsten Tag meines Lebens

Wie bereits im ersten Teil erzählt, habe ich am Samstag Morgen, dem 27.08.2022, nachdem ich vom Tod meiner Mama erfuhr, verzweifelt versucht, meinen mittleren Bruder zu erreichen, während mein kleiner Bruder verzweifelt darauf wartete, von seinem Chef auf Arbeit abgelöst zu werden, um unsere für immer eingeschlafene Mama ein letztes Mal zu sehen und während ich gleichzeitig allen Familienmitgliedern weinend mitteilte, was geschehen war. Die wiederum schrieben ebenfalls meinen mittleren Bruder an, er möge sich doch bitte bei mir melden, es sei wichtig. SMS, Facebook Messenger, Telegram, ich schrieb ihm überall, weil er nicht ans Telefon ging, er möge mich bitte, bitte zurückrufen, sobald wie möglich!

Meine letzte Chance war, bei ihm vorbeizufahren und an der Tür zu klingeln, bevor wir auf die Autobahn fuhren. Er musste es doch endlich erfahren und die Möglichkeit bekommen, mitzufahren!

Aber vorher hatte ich noch die schwierige Aufgabe, unsere Jüngste zu wecken und es ihr mitzuteilen. Sie hing sehr an ihrer Oma! Ich war so froh, ihr erst 9 Tage vorher schonend beizubringen, dass es eventuell bald soweit sein könne. So war es zwar natürlich dennoch ein Schock, aber sie war nicht komplett ahnungslos. Nachdem sie erst in Tränen ausbrach, setzte aber zum Glück schnell ihr kindlicher Schutzmechanismus ein und während wir anderen weinend packten, blendete sie die Neuigkeit aus und lenkte sich ab.

Auch rief ich erst meinen Vater in England an und danach gleich den zweiten Ex-Mann meiner Mama, der in Belgien lebt und den ich schon seit rund 17 Jahren nicht mehr gesehen habe. Er plante, sich ebenfalls ins Auto zu setzen, um uns beizustehen. Mir kommen die Tränen, während ich das schreibe, weil ich nach wie vor unfassbar gerührt bin, wie der Mann, dem wir als Teenager das Leben schwer machten, ohne zu zögern den weiten Weg auf sich nahm, um für uns und seine verstorbene Ex-Frau da zu sein. 

Derweil teilte das Krankenhaus meinem kleinen Bruder mit, es gebe nur noch bis 12 Uhr mittags die Möglichkeit, unsere Mama zu sehen. Ich wollte sie nicht sehen. Nicht so. Ich wollte nicht, dass ihr lebloser Körper das Letzte ist, was ich von ihr sehe und womöglich nie wieder aus meinem Kopf bekomme.

Ich rief meine Cousine an und sagte nur weinend ihren Namen und sie wusste sofort, was los war. Ich schrieb meiner besten Freundin, dass meine Mama nun im Himmel sei. Sie rief sofort an und weinte genauso sehr wie ich, was mich sehr berührt hat! Ich rief eine andere Freundin an, die bis vor einem Jahr ebenfalls eine meiner besten Freundinnen war, bis wir wegen einer Meinungsverschiedenheit den Kontakt abbrachen, und auch sie war geschockt und trauerte mit mir am Telefon.

Gegen 10:15 Uhr brachen wir dann auf, Richtung Wohnung meines Bruders... 

Dort angekommen klingelten meine Große und ich Sturm und schrieben ihm gleichzeitig auf allen Kanälen, dass wir vor der Tür stehen und er bitte aufmachen müsse. Nichts. Entweder er war nicht da und bekam nichts mit... oder er wollte nicht hören, von dem er ahnte, was los ist. So wie ich, als mein kleiner Bruder um 5:50 Uhr anrief und ich ihn erstmal wegdrückte.

Dann sind wir los.

Nachdem wir etwa 1 Stunde auf der Autobahn waren, schrieb er mir. Ich könne ihn nun anrufen. Das war einer der härtesten Anrufe, die ich je tätigen musste. Er ahnte, was los ist. Aber er war natürlich dennoch unter Schock, als er die Worte von seiner Schwester hörte. Er werde es erstmal sacken lassen müssen und nicht nachkommen. Ich bat danach seine beste Freundin, ihn aufzufangen und für ihn da zu sein. 

In der Zwischenzeit kam mein kleiner Bruder mit der besten Freundin meiner Mama im Krankenhaus an, um unsere Mama nochmal zu sehen und von uns allen Lebewohl zu sagen.

Die Fahrt dauerte eine Ewigkeit. Und zwar nicht nur gefühlt, sondern wahrhaftig. Die sonst ca. 3,5-Stunden-Fahrt dauerte wegen Umleitungen und viel Verkehr ganze 5 Stunden. Es war die Hölle!

Um 15:15 Uhr kamen wir auf dem Hof von meinen Großeltern an, wo alle am Gartentisch saßen. Mein kleiner Bruder lief auf uns zu und wir fielen uns weinend in die Arme. Irgendwann spürte ich noch mehr Arme und noch mehr Arme, bis wir eine weinende Menschentraube waren. Meine Großeltern saßen noch am Tisch und während meine demente Oma nicht so richtig realisierte, was los war, war mein Opa sichtlich gebrochen. Das 3. Kind, das er verlor... sein Erstgeborenes. Meine Mama.

Kurz nach uns trafen dann auch mein großer Bruder mit meiner Schwägerin und ihren 3 Kindern ein. Und ich war froh, dass meine Schwägerin direkt die Organisation eines Bestattungsunternehmens übernahm. Ich hätte niemals daran gedacht, noch am selben Tag anzurufen. Aber der Bestatter war keine 30 min später schon da und über das Organisatorische mit ihm zu sprechen, half ein wenig abzulenken.

Es war eh alles noch nicht realisierbar!

Es war toll, wie einig wir uns in allem waren, in allen Entscheidungen. Welche Urne, Trauereinwurfzettel ja/nein, Traueranzeige in der Zeitung ja/nein... auch bei der Wahl der letzten Kleidungsstücke, die sie zur Kremation tragen sollte... es sollte ihr neuestes Kleid sein, das sie so gern trug... Die Kinder wollten noch Armbändchen basten, die ihre Oma tragen sollte...

Und dann kam mein Ex-Stiefvater. Ich war so froh, dass er da war und bin unendlich dankbar! Was habe ich diesen Mann als Teenager abgelehnt und nun war er einfach für uns da. Für ihn ganz selbstverständlich, weil er nie aufhörte, unsere Mama und auch uns zu lieben. Trotz allem.

Als er später fragte, ob man unsere Mama nochmal sehen könne, verneinten wir. So hatte man es uns ja gesagt! Aber meine Schwägerin griff wieder direkt zum Handy und rief im Krankenhaus an und nach anfänglichem Verneinen, gaben sie nach und machten es möglich! So brachen mein Ex-Stiefvater, mein großer Bruder, meine Schwägerin und... meine große Tochter (!!!) nochmal zusammen auf, um sie nochmal zu sehen, sich zu verabschieden. Ich konnte und wollte es nach wie vor nicht. Aber für die vier war es gut und richtig.

Wir übernachteten dann in der Nacht bei der besten Freundin meiner Mama und ich bin froh, dass meine Mama zu meinem Geburtstag 4 Wochen vorher eingefädelt hatte, dass wir zu der Zeit das erste Mal dort schliefen und wir so Kontakt zueinander aufbauten. Denn...

Am Abend vor dem Tod meiner Mama, als ihre beste Freundin sie auf der Intensivstation besuchte, sagte meine Mama zu ihr nicht nur, dass es noch nicht soweit sei, sondern auch:

Bitte pass auf meine Kinder auf, wenn mir etwas passiert!

Ich habe in der Nacht keine einzige Sekunde geschlafen. NICHT EINE EINZIGE! Ich habe so sehr gehofft, aus meinem Albtraum aufzuwachen. Ich habe nicht geweint, aber ich kam nicht zur Ruhe, war die ganze Nacht unglaublich aufgewühlt. 

Am nächsten Vormittag fuhren wir wieder zu meinem kleinen Bruder und wir schauten die Sachen meiner Mama durch, dabei vibrierte das Handy meiner Mama. Eine WhatsApp-Nachricht von einem Frauennamen, den ich nicht kannte. Ich las nur "Hallo Angelika, wie geht es dir heute? Mir geht es heute nicht so gut..." und brach in Tränen aus! Diese Frau war ahnungslos, es tat mir so leid! Ich überflog den Chatverlauf, um einen Anhaltspunkt zu finden, der mir zeigt, wer diese Frau war und ich erkannte, dass es offensichtlich die Frau war, von der meine Mama mir erzählte, dass sie jedesmal zur Chemo ein Zimmer teilten. Ihre Zimmergenossin, die ebenfalls eine Chemo bekam und eben eine Zeit lang, als meine Mama noch in der Nähe von Göttingen wohnte, immer wieder für 2 Tage im Krankenhaus Zeit zusammen verbrachten. Mir brach das Herz... aber ich musste sie informieren. Ich sprach in das Handy meiner Mama eine Sprachnachricht an diese Frau.

"Hallo Isabell, du kennst mich nicht. Ich bin die Tochter von Angelika... und ich hab nun leider die schwere Aufgabe, dir mitzuteilen, dass meine Mama gestern gestorben ist..."

Sie bedankte sich am Boden zerstört für die Nachricht. Ich gab ihr meine Nummer und bot ihr an, dass wir in den nächsten Tagen telefonieren und ich ihr alles in Ruhe erzähle. Und so kam es auch! Wir haben nach wie vor Kontakt!

Und eine weitere WhatsApp-Nachricht an meine Mutter kam: 

Unsere Jüngste hatte ihrer Oma geschrieben "I miss you!" :( Es brach mir das Herz!

Später am Vormittag entdeckte ich ein Halstuch auf dem Wäscheständer von meiner Mama, das ich mir zur Erinnerung mitnahm. Und das seitdem jede Nacht neben meinem Kopfkissen liegt und mich manchmal um meinen Hals gewickelt nach draußen begleitet. Wie zur Beerdigung 2 Wochen später...

Aber davon erzähle ich im nächsten Teil! Wir fuhren dann am Mittag heim nach Berlin. Mit schweren Herzen.

Vielen Dank allen, die bis hierhin und auch schon den ersten Teil gelesen haben!