It's all about    Beauty   Lifestyle   Wohnen   Fashion   Reisen   Persönliches  ... und alles, was mich sonst noch ins Leben verliebt macht!

Montag, 31. August 2026

Den perfekten Nude-Lippenstift finden: Die Bobbi Brown-Methode nach Hautunterton

Kaum ein Make-up-Produkt ist schwieriger zu wählen als ein Nude-Lippenstift. Zu hell, und die Lippen wirken ausgewaschen. Zu dunkel, und der Effekt ist nicht mehr natürlich. Zu rosa, und der Mund sieht kränklich aus. Der Schlüssel liegt nicht in einer universellen Nuance, er liegt im Hautunterton.

1. Was Nude wirklich bedeutet

„Nude" ist keine Farbe, es ist ein Konzept. Ein Nude-Lippenstift soll die natürliche Lippenfarbe aufwerten und verlängern, nicht ersetzen. Das bedeutet: Die perfekte Nude-Nuance ist für jede Frau eine andere. Bobbi Brown hat dieses Prinzip in den 1990ern popularisiert, als sie die ersten Lippenfarben nach Hautunterfarben entwickelte, eine Revolution in der Schminkindustrie.

Der Grund, warum so viele Frauen mit Nude-Tönen scheitern, liegt oft nicht am Produkt selbst, sondern an einer falschen Annahme: dass es eine allgemeingültige, für alle passende Nuance gibt. Genau diese Annahme führt zu dem bekannten "ausgewaschenen" oder "kränklichen" Effekt, wenn eine Farbe gewählt wird, die zum eigenen Unterton nicht passt.

2. Den eigenen Unterton bestimmen

  • Kühler Unterton (rosa-bläulich): Die Adern am Handgelenk erscheinen blau oder violett. Silber steht besser als Gold. Ideal: rosé-beige Nudes, altrosa, mauve-beige.

  • Warmer Unterton (golden-pfirsich): Die Adern erscheinen grünlich. Gold steht besser als Silber. Ideal: karamellfarbene Nudes, pfirsich-beige, warmes Terrakotta-Nude.

  • Neutraler Unterton: Beide Metallic-Töne stehen gut. Universelle Nudes wie Rosenholz oder mittleres Beige funktionieren.

Die Faustregel von Bobbi Brown: Der perfekte Nude-Lippenstift ist einen Ton heller als die natürliche Lippenfarbe, er verbessert, ersetzt aber nicht.

Ein zusätzlicher Hinweis: Der Unterton der Haut kann sich je nach Jahreszeit leicht verschieben, etwa durch Bräunung im Sommer. Wer im Winter eine bestimmte Nude-Nuance liebt, sollte im Sommer prüfen, ob sie noch genauso gut funktioniert, oder ob eine wärmere Variante besser passt.

Der Redaktionstipp:
Die Lippenstift-Kollektion von Bobbi Brown ist nach exakt diesem Prinzip aufgebaut. Die Nuancen sind nach Unterfarben sortiert, kühle Rosébeiges, warme Karamellnudes, neutrale Rosenholztöne. Mit der Crushed Lip Color und dem klassischen Luxe Lip Color stehen Formeln zur Verfügung, die sowohl Farbe als auch intensive Lippenpflege bieten.

3. Der Test vor dem Kauf

Trage den Lippenstift an der Kieferlinie auf, nicht am Handrücken. Die Kieferlinie hat die der Haut ähnlichste Farbe zum Gesicht. Eine Nuance, die dort „verschwindet", ist dein Nude. Zu hell oder zu dunkel dort, weitersuchen.

Ein weiterer praktischer Tipp: Teste immer bei Tageslicht, nie unter Kunstlicht im Geschäft. Warmes Ladenlicht kann selbst einen kühlen Unterton wärmer erscheinen lassen, als er tatsächlich ist, und umgekehrt. Ein kurzer Blick in einen Taschenspiegel bei natürlichem Licht am Fenster liefert das ehrlichste Ergebnis.

💡 Ein ehrlicher Spiegel-Test: Trage den Lippenstift auf und lasse dein restliches Gesicht nackt. Wenn du dich fragen müsstest, ob du Lippenstift trägst, das ist DEIN Nude. Wenn die Farbe das Erste ist, was man sieht, das ist kein Alltags-Nude mehr, KANN aber einer für mehr Drama sein.

Man sagt ja auch dazu gerne: "My lips but better".

Trägst du Nude-Lippenstifte? Hast du DEIN Nude schon gefunden?



Mittwoch, 5. August 2026

Lokale Hormontherapie in den Wechseljahren: Was ist ein Östrogengel und für wen ist es geeignet?


Die Wechseljahre verlaufen bei jeder Frau anders. Manche bemerken kaum etwas, andere kämpfen jahrelang mit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsproblemen. Was viele nicht wissen: Es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten, die nicht zwingend bedeuten, täglich eine Tablette zu schlucken. Eine davon ist die Anwendung eines Östrogengels auf der Haut.

Was ist ein Östrogengel?

Ein Östrogengel enthält das bioidentische Hormon Estradiol, das dem Östrogen entspricht, das der Körper selbst produziert. Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel im Körper, was eine Reihe von Beschwerden auslösen kann. Das Gel wird täglich auf die Haut aufgetragen, von wo aus das Hormon direkt in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Das hat einen Vorteil gegenüber oralen Hormonpräparaten: Der Wirkstoff umgeht die Leber bei der ersten Aufnahme und gelangt direkter ins Blut.


Ein bekanntes Präparat in dieser Kategorie ist oestrogel estradiolum, ein verschreibungspflichtiges Gel, das bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafproblemen, vaginaler Trockenheit, Stimmungsschwankungen und Gelenkschmerzen eingesetzt wird. Das Gel wird täglich zur gleichen Tageszeit auf die saubere, trockene Haut aufgetragen, typischerweise auf Unterarme, Schultern oder die Innenseite der Oberschenkel.

Wichtig dabei: Nicht auf die Brüste oder den Genitalbereich auftragen.

Für wen kommt ein Östrogengel infrage?

Ein Östrogengel ist für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden, die auf einen sinkenden Östrogenspiegel zurückzuführen sind. Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, benötigen zusätzlich ein Progesteron- oder Progestagenpräparat, um die Gebärmutterschleimhaut zu schützen. Ein Arzt oder eine Ärztin beurteilt, ob eine Hormontherapie geeignet ist und welche Kombination passt.


Eine Hormontherapie ist nicht für jede Frau geeignet. Kontraindikationen bestehen unter anderem bei bestimmten Krebserkrankungen, unklaren Vaginalblutungen, schweren Lebererkrankungen oder bestehenden Blutgerinnseln. Ein ärztliches Gespräch und eine vollständige Anamnese sind daher zwingend erforderlich, bevor mit einer Behandlung begonnen wird.

Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?

Die Wirkung tritt nicht von heute auf morgen ein. Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen bessern sich häufig innerhalb von vier Wochen. Vaginale Beschwerden können sich schon nach zwei bis vier Wochen verbessern. Andere Symptome wie Schlafprobleme oder Konzentrationsstörungen reagieren manchmal schneller, manchmal langsamer. Die individuelle Reaktion hängt von der Dosierung, der Dauer der Behandlung und der persönlichen Hormonlage ab.


Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch bei einer Hormontherapie Risiken. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Brustspannen. Seltener können Hautreaktionen an der Auftragsstelle, Stimmungsschwankungen oder eine Gewichtszunahme auftreten. Eine langfristige Anwendung ist in manchen Ländern auf fünf Jahre begrenzt und sollte regelmäßig ärztlich begleitet werden. Ich selbst mache seit September letzten Jahres eine Hormonersatztherapie mit bioidentischen Präparaten und habe keine Nebenwirkungen. Dafür haben sich sämtliche Beschwerden deutlich gebessert und mir geht es viel besser insgesamt.

Selbstbehandlung ohne Rezept: warum das keine gute Idee ist

Es ist nicht nur keine gute Idee, Östrogengel ist verschreibungspflichtig, und das aus gutem Grund. Die richtige Dosierung, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und individuelle Risikofaktoren müssen ärztlich bewertet werden. Wer mit Beschwerden zu kämpfen hat, sollte nicht auf Basis von Selbstrecherche handeln, sondern das Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin suchen, die sich auf Wechseljahresbeschwerden spezialisiert hat. Ich selbst habe eine andere Praxis aufgesucht als meinen eigentlichen Gynäkologen, weil er sich leider als kein großer Befürworter von Hormonersatztherapien entpuppt hat. Ich habe also eine Praxis aufgesucht, die sich auf die Menopause spezialisiert hat.


Digitale Plattformen, die ärztliche Online-Konsultationen anbieten, können dabei ein niedrigschwelliger Einstieg sein. Nach einem ausführlichen medizinischen Fragebogen und der Beurteilung durch einen Arzt kann ein individueller Behandlungsplan erstellt werden, der zu den eigenen Beschwerden, der körperlichen Situation und den persönlichen Behandlungspräferenzen passt. Das ersetzt nicht den Hausarzt, kann aber einen ersten Zugang erleichtern, besonders wenn das Thema im regulären Praxisgespräch zu kurz kommt.


Ich selbst bin in der Perimenopause. Ich bin 47 und habe etwa seit 2-3 Jahren Beschwerden. Leider ist meine Mutter bereits seit knapp 4 Jahren tot und ich habe nie mit ihr über dieses Thema gesprochen, also wie es bei ihr war, ob sie etwas unternommen hat. Wenn du noch die Möglichkeit hast, mit deiner Mutter darüber zu sprechen, mach es unbedingt!


Bist du in den Wechseljahren? Welche Beschwerden haben sich bei dir gezeigt? Machst du eine Hormonersatztherapie?


Freitag, 31. Juli 2026

Sanft durch den Sommer trotz Hitze. Meine kleinen Rituale für heiße Tage

Über den Wunsch, im Hochsommer nicht zu funktionieren, sondern zu spüren. Kleine Rituale, weiche Rhythmen und ein paar praktische Ideen, um Zuhause kühl und ruhig zu bleiben.


Es gibt diese Sommer, in denen die Hitze wie ein warmer Vorhang über allem liegt. Die Straßen flimmern, die Wohnung fühlt sich schwer an, und selbst der Ventilator schiebt nur noch laue Luft durch den Raum.

Früher habe ich in solchen Wochen versucht, meinen Alltag einfach durchzuziehen. Alles wie sonst, nur eben schwitzend. Heute mache ich das nicht mehr. Heißer Sommer ist für mich eine leise Einladung geworden, langsamer zu werden. Weniger zu planen. Mehr zu spüren. Und ehrlich gesagt, so wie es gerade ist, gefällt es mir viel besser.


Der Sommer, wie er sein darf

Ich glaube fest daran, dass unser Körper genau weiß, was er im Hochsommer braucht. Er will weniger, nicht mehr. Weniger Bewegung in der Mittagshitze, weniger Termine hintereinander, weniger schweres Essen. Wenn wir ihm zuhören, wird der Sommer weich statt anstrengend.

Für mich bedeutet das, dass ich meine Tage anders takte. Ich stehe früher auf, weil die Morgen im Hochsommer die wertvollste Zeit sind. Klar, kühl, still. Ich mache mir langsam einen Kaffee, öffne die Fenster ganz weit und lasse die frische Luft durch die Wohnung ziehen, bevor die Sonne die Fassade erreicht. Dieser Moment ist mein liebstes Ritual der heißen Wochen.

Danach schließe ich die Fenster und ziehe die Vorhänge zu. Es fühlt sich für eine Sekunde falsch an, das Licht auszusperren. Aber sobald der Raum in diese ruhige, gedämpfte Stimmung taucht, verstehe ich, warum es sich lohnt. Die Wohnung bleibt spürbar kühler, und ich spüre, dass sich auch mein Kopf beruhigt.


Kleine Rituale, die tragen

Es sind oft die weichen, sinnlichen Dinge, die heiße Tage angenehm machen. Nicht die großen Maßnahmen, sondern die kleinen Gesten.

Ich liebe zum Beispiel ein kaltes Fußbad am frühen Nachmittag. Eine Schüssel mit frischem Wasser, ein paar Blätter Minze aus dem Topf auf der Fensterbank, vielleicht eine Zitronenscheibe. Zehn Minuten Füße hineinstellen, Augen zu, tief atmen. Es kühlt den ganzen Körper und fühlt sich an wie ein kleiner Reset. Die Schüssel passt auch ganz prima unter meinen Schreibtisch.


Auch bei meiner Bettwäsche greife ich im Sommer zu Leinen. Die Textur ist so wohltuend auf der Haut, atmungsaktiv, luftig. Ein Bett aus Leinen fühlt sich anders an, ruhiger, kühler, fast wie ein Versprechen auf einen guten Schlaf.


In Karaffen habe ich immer Wasser stehen, oft mit ein paar Kräutern oder Gurkenscheiben. Das hilft mir, wirklich viel zu trinken, ohne dass ich mich daran erinnern muss. Und es sieht auf dem Küchentisch einfach schön aus.


Was mich zu Hause wirklich kühl hält

Bei allem Poetischen darf natürlich der praktische Teil nicht fehlen. Denn die schönste Slow-Living-Haltung hilft wenig, wenn die Wohnung zur Sauna wird.


Ich habe für mich ein paar Dinge gefunden, die zusammen wirklich einen Unterschied machen. Morgens wird ausgiebig gelüftet, tagsüber bleiben Fenster und Vorhänge geschlossen. Unnötige Elektrogeräte laufen im Sommer nicht mit, und den Backofen meide ich, so gut es geht. Wenn ich koche, dann früh oder spät, und oft eher kalt, mit vielen frischen Zutaten. Und ein guter Ventilator hat sich in den letzten Sommern als wirklich wertvoller Begleiter erwiesen. Nicht laut, nicht kalt, sondern angenehm bewegte Luft, die den Raum lebendig macht.

Wer sich für die praktische Seite tiefer interessiert, findet bei idealo einen wunderbar übersichtlichen Ratgeber, der genau diese Ideen zusammenfasst und noch ein paar mehr Tipps mitgibt. Von hellen Vorhängen über Sonnenschutzfolien bis hin zu klugen Ventilator-Tricks:

👉 5 Tipps, wie du die Sommerhitze ohne Klimaanlage überstehst

Was mir daran gefällt: Es sind keine großen Investitionen nötig. Keine Klimaanlage, keine teuren Umbauten. Nur ein paar bewusste Entscheidungen im Alltag. Genau das passt zu der Art, wie ich mein Zuhause gerne gestalte. Ruhig, achtsam, mit dem, was schon da ist.


Wenn die Hitze zur Lehrerin wird

Vielleicht ist das die eigentliche Einladung heißer Tage. Sie zwingen uns, das Tempo herauszunehmen. Sie zeigen uns, wie viel Kraft es kostet, gegen die Natur zu leben, und wie leicht es sein kann, mit ihr zu gehen.

Wenn ich morgens früh am offenen Fenster sitze und die kühle Luft spüre, wenn ich mittags im gedämpften Zimmer eine kleine Pause mache, wenn ich abends barfuß auf dem Balkon stehe und dem Tag beim Absinken zusehe, dann merke ich, wie sehr ich diesen Rhythmus mag. Es ist der Sommer, wie ich ihn mir wünsche. Nicht laut, nicht überhitzt, sondern langsam und weich.


Ein letzter Gedanke

Du musst im Sommer nicht gegen die Hitze kämpfen. Du darfst dir stattdessen kleine Wege bauen, sie liebevoll zu umarmen. Ein Fußbad am Nachmittag. Ein leichter Vorhang, der die Sonne dämpft. Ein Glas Wasser mit Minze. Ein früherer Morgen, ein späterer Abend.

Vielleicht ist der Sommer am Ende gar nicht dazu da, dass wir ihn durchhalten. Sondern dazu, dass wir uns von ihm ein bisschen führen lassen.


Wie hältst du dich im Sommer kühl und gelassen? Welche Tipps hast du noch?